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Nov 7

Ganz logisch.

Posted on Montag, November 7, 2011 in Newsletter

Zuerst mal ein kurzer HASS auf WordPress – ich habe diesen Text bereits heute Morgen voller Begeisterung geschrieben, und er war richtig gut. Als ich dann nach Hause kam, um letzte Fehler zu verbessern – TADA, alles weg. WEG! Das waren bestimmt fünf Seiten, alles wie üblich frei geschrieben und demnach nicht wiederholbar, alles weg!  — Aber nein, bestimmt habe ich es nur falsch gespeichert – zum Glück gibt es eine Backup-Funktion, die mir die letzten Änderungen anzeigt. Und was sehe ich da? Nein, es war nicht mein Fehler – alle Backups, in Worten: ALLE (!) waren  l-e-e-r. Ich habe den Text zu Hause begonnen und in der Uni weitergeschrieben, aber selbst diese Speicherstand, also sogar der, den ich in der Uni geladen habe und der demnach nicht leer war, selbst dieser hatte nicht einen Buchstaben Inhalt mehr. Was lernen wir daraus? Nein, es war nicht mein Fehler – es war tatsächlich WordPress. Danke. Pissgesichter.
Als kleine Anmerkung: Ein Text ist niemals so gut, wenn man ihn zwei Mal schreibt. Ich habe es mir während des Schreibens ausgedacht und muss mich nun auf meine Erinnerung berufen und die Geschichte nacherzählen – das ist keine gute Idee, aber der Text war es wert. (Gott, bin ich gerade angepisst!)

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DISCLAIMER:
Dieser Text ist SATIRE und NICHT ERNST GEMEINT.
Das muss ich nicht extra schreiben, das ist offensichtlich.
Aber es gibt ja immer ein paar Leute, die ZU DUMM SIND
um das zu kapieren. Für diese extra noch mal dieser Hinweis.
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Wir nähern uns dem 11.11.2011. Was wird an diesem Tag passieren? Es erscheinen haufenweise Spiele & Filme, es wird ungefähr hundertmillionentausend Mal geheiratet, Schwangere geben ihr Bestes, um den AusNachwuchs genau an diesem Tag herauszupressen. Doch eine Sache wird garantiert nicht passieren: Ein Terroranschlag. Warum nicht? Nach Lektüre dieses Letters seid ihr ’schlauer‘.

Was mir immer wieder gefällt und großen Spaß bereitet: Verschwörungstheorien. Nicht nur die Theorien an sich, sondern vielmehr die Kreativität, die dahinter steckt: Da werden Zahlendreher gefunden, Hinweise entdeckt, Anspielungen erkannt und mögliche Hintergründe vorgestellt. Wie also muss man sich die typische Planung eines typischen Anschlages typischer Weise vorstellen? Metamarphorisieren wir uns in den gemütlichen Terrorplanungsbehördenbunker* unter dem Weißen Haus und lauschen den bösen Jungs beim Pläneschmieden…

 

~pfiuuuuz~**

 

Es ist Mittwoch, der neunte September 2009. In einem schlicht, aber häuslich eingerichteten Raum moderiert Max Mustafamann eine bunte Diskussionsrunde zwischen Muhammar Al-Ahkabbat, einigen hohen amerikanischen Politikern, Elvis, diversen Terrorazubis, einem WordPress-Löschbeauftragtem und der Putzfrau. Sie sind bereits mitten ins Gespräch vertieft, weil ich uns leider etwas zu spät metamarphorisiert habe. Passiert schon mal. Gerade geht es um den nächsten Anschlag – ‚Richtig krass‘ soll der werden, ‚so Michael-Bay-like‘. Aber bevor man das Was oder das Warum klärt, gilt es eine viel wichtigere Frage zu beantworten: Das Wann.

„Neunter Oktober 2011. Neun – Zehn – Elf.“ Bei jeder Zahl schlägt Taliir mit der Faust in seine Hand. „Ist doch krass. Ist auch ein Mittwoch, da können wir alle.“ – „Das werden selbst die Ungläubigen direkt erkennen! Bringe nicht Schande über Allah!“, wird er stark akzentuiert von Muhammar Al-Ahkabbat unterbrochen. „Wir sind nicht in Kinderschule. Wir sollen nicht blöd zählen, sondern Zeichen fur Ewigkeit setzen. Weitere Vorschläge?“ – „20. November 2010.“ Die Hände parallel gehalten, zeigt Hackbrat abwechselnd nach rechts und links: „20 – 10 — 20 – 10.“ Abdullah weißt ihn zurecht: „Nee, so was ist auch zu einfach. Weißt du noch, wie ich damals den 6. 6. ’06 vorgeschlagen hatte? Das wollte auch keiner.“ – „Ja, aber weil ich da Geburtstag hatte!“ – „Nene, das haben wir nur gesagt, damit du nicht sauer wirst. Muhammar Al-Ahkabbat mag einfach keine einheitlichen Zahlen.“ – „Dann fällt der 11.11. ’11 wohl auch flach?“ – „So sieht’s aus.“ Muhammar Al-Ahkabbat ist bereits sichtlich genervt, als Abduhl plötzlich aufspringt: „Zwölfter. März. Fünfunvierzich.“ Einige der Azubis geben sich einen Facepalm, irgendwo beginnt ein Kind zu weinen. „Hey, ne große Straße ist ja ganz witzig, aber mal im Ernst: 2045, bis dahin ist selbst der Islam aufgeklärt, dann jagt sich doch keiner mehr wegen so was in die Luft.“ – „Ach komm schon, er hats in den letzten Jahrhuderten nicht geschafft, er wirds auch in den nächs—“  — „SO SCHLIEßE ER SEIN MAUL!!!“ – Muhammar Al-Ahkabbat ist nun so zornig, dass er aus Wut die Putzfrau auspeitschen muss. Doch in diesem Augenblick betritt Hartmut den Raum.

Hartmut ist Ortsvorsitzender der CSU in Gnarsgmündn. Noch heute muss er manchmal kurz lachen, wenn er bedenkt, dass die gesamte Chefetage der CSU von Terroristen infiltriert wurde – viele islamische, aber auch ein paar andere Gruppen sind vertreten, so etwa eine Handvoll Christen, Ökos oder Mitglieder der FDP***. Schon seit Jahren publizieren sie nun große, paranoide Terrorrängste, um deren Wirkung noch weiter zu verstärken: Die Verbreitung von Angst und Schrecken. Hartmut ist einer der Kreativen, einer, der sich um Publicity und Weinbergsarbeit kümmert. Wenn er spricht, dann verstummen alle Gespräche, dann herrscht Ruhe – einerseits, weil Hartmuts knallharter Dialekt bereits ein Höchstmaß an Konzentration erfordert, andererseits weil er wirklich gute Ideen produziert. „Zwoansigsta Dezember Zwotausndzwölf.“

„Joa, Grüß Gott erschtemoi. I hob da grad so a bisserl Langeweile hobt, und i denk mir so: Machste ma des alte Wiggipedia-Spiel mitm Adolf. Ihr wisst scho: Gehst auf a zufällige Seitn und guckst, wie schnell du auf den Ado…“ – „Hartmut – jeder kennt das Wikipedia-Hitler-Spiel, bitte weiter.“ – „Hijoa. Also ich schau da so auf den Adolf, und da denk i mir: 20. April 1889, da isser geworfe worden. Da hoast dann 20/04/1889. I hob des dann grad zwei Mal g’nomme und dann da die Quersumm g’bildet, und denn noch emoi un noch emoi, und denn kam da erst 37 und denn 10 und denn halt 1 raus. Hab i mir g’denkt: Nimmst ma den 20. Dezember Zwo-Zwölf, da habta dann nämlich inda Quersumm aach zehn und aans. Und denn is da eh noch der Weltuntergang dem nächsten Tag, und da rechnet doch dann kaaner dademit. Ne, Muhammar El-Ahkabbat, des wär doch wos.“ Die letzten vier Worte bekam Muhammar Al-Ahkabbat schon gar nicht mehr mit: „Al! AL!!! Es heißt Muhammar Al-Ahkabbat! Nicht El! Du ungläubiger Hundesohn einer verkümmerten Milchkuh!!!“ Mit hochrotem Kopf griff er nach einem Koran und schlug damit auf Hartmut ein. Nachdem er genau 50 Mal zugeschlagen hatte (nicht nur, um sich Luft zu machen, sondern primär, um Allah die Ehre zu erweisen; vgl. Sure 2, Vers 191), entspannte er sich ein Wenig und sprach: „Aber eigentlich diese Zahl klingt ganz gut.“****

 

~pfiuuuuz~*****

 

Eigentlich ging diese Diskussion noch etwas weiter („Wenn man 20041889 verdoppelt hat, warum muss man das Datum dann nicht halbieren“ usw.), aber die Aussage kam wohl ausreichend rüber. Wir sehen also: Tatsächlich legen Terroristen großen Wert darauf, ihre Anschläge genau so zu legen, dass pickelgesichtige Nerds ohne Leben die ganze Nacht im Internet sitzen und sich merkwürdige Zahlenkombinationen aus den Fingern saugen können. Tief unter ihrem Bart haben es auch Islamisten: Ein Herz. Nicht für Ungläubige, aber für den netten Kerl, der ihnen gestern Abend in WoW ein Reittier geschenkt hat. Danke, Taliir******. Danke, Hackbrat*******. Danke, Hartmut********. Ich wünsche euch

Viel Spaß noch im Leben!

 

 

 

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*’Terrorplanungsbehördenbunker‘ ist das 314. Wort in diesem Text. 314? 3.14? Pi? Was hat das zu bedeuten?
** Pfiuuuuz- Acht Buchstaben. Vier davon ein ‚u‘. 4 ist die Hälfte von 8. Was haben die Illuminaten damit zu tun?
*** Die FPD (Fast Drei Prozent) war eine deutsche Spaßpartei, die sich jedoch nicht langfristig halten konnte.
**** Wirft man ein Auge auf die Grammatik von
Muhammar Al-Ahkabbat, so erkennt man: Statt 1234567 müsste die Wortreihenfolge 1345267 sein. Trotzdem bleibt die Quersumme identisch. WARUM?
***** Obwohl wir diesmal wieder in die Gegenwart springen – also genau das Gegenteil der ersten Metamarphorisierung – ist das Geräusch identisch. War es vielleicht gar kein Sprung in die Vergangenheit? Sollte uns etwa nur etwas vorgegaukelt werden? Wurde dieses Gespräch etwa im selben Studio gedreht, in dem auch die Mondlandung entstand?
****** Name geändert.

******* Name auch geändert.
******** Name gelassen.

 

;D