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Aug 15

Fliegende Gummibärchen

Posted on Montag, August 15, 2011 in Newsletter

Hollario.
Kennt ihr das – ihr spaziert spät nachts mit einer Tüte Gummibärchen jonglierend durch eine Metropole wie Burgholzhausen, und plötzlich – ihr wisst selbst nicht so genau, wieso – spürt ihr das unbändbare Verlangen, diese Tüte in irgendein fremdes Fenster zu werfen?

Nein? NEIN?! Kennt ihr nicht?!?!

Schade. Dann also ein anderes Thema….

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Zuerst mal: Willkommen zurück. Lange Zeit habt ihr nichts von mir gehört, ich habe sozusagen eine Art Sommerpause gemacht. Theoretisch. Wenn wir einen Sommer gehabt hätten… Aber egal, es ist nunmal mein Stil, gewohnte Dinge zu verdrehen – und so beende ich meine Sommerpause gerade jetzt, da ich im Urlaub bin. Logik.

Ich hocke gerade mal wieder in Salzburg, aber das habe ich ja schon mal in einem anderen Letter ausführlich behandelt. Worauf ich heute genauer eingehen will, sind österreichische Nachrichten! Die sind nämlich sehr trocken, seriös und informativ. Fast.
Kurz gesagt: Das, was in Deutschland in den privaten Medien gesendet wird, läuft hier auf den Öffentlichen; und das, was bei uns (D) die FAZ ist, ist hier (A) die BILD. Radionachrichten bestehen für Gewöhnlich aus: „Da is a ganz a schrecklicher Unfall passiert, dort hat a ganz a berühmter Promi wos g’mocht und dann ist da noch a Herr Jemand schwer verletzt oder gar g’storben. Des Wetter: Mal regnets, dann aber aach wieda net.“ Und das jeden Tag, jede Stunde.
Ich habe einfach mal unter den ersten 5 Videos auf der Homepage der Salzburger Nachrichten drei Stück herausgesucht – unter DEN ERSTEN FÜNF! – die euch in etwa zeigen, wo hier die Prioritäten liegen. Video Nr. 1 zeigt ein Stadtereignis, das ich leider gestern verpasst habe – den „Gössl Dirndlflugtag“. Ich möchte dazu gar nichts weiter sagen, das Video gibt einem schon genug ins Gesicht. Das war übrigens – ungelogen – heute Morgen auf Platz 1 der wichtigsten Meldungen der „Salzburger Nachrichten“.

Nachricht Nr. 2 — natürlich wieder ein Hauch von klassischem Fäkalhumor, aber das seid ihr ja inzwischen gewohnt. Was ist der mieseste Beruf in Salzburg? Pferdedreckterminationsmanager im Außendienst. Also hier gondeln ja kiloweise Kutschen durch die (Alt-)Stadt, und die werden von Pferden gezogen. Und die Pferde… nun, manche „die urinieren ja gar nicht; die behalten sich alles auf, bis sie daheim sind“, aber dennoch liegt in den Straßen allerhand klebriges Zeug herum. Trotzdem, nie länger als wenige Minuten! Denn es gibt wirklich Leute, die mit Mopeds durch die City cruisen, um der Pferde Äpfel aufzusammeln. Mein Traumjob! Ich wiederhole: Das sind keine Reinigungskräfte generell, keine Straßenkehrer – nein, deren einziger Inhalt im Berufsleben ist tatsächlich das wegkarren von Pferdekacke! Toll.
Darum gehts in der folgenden Nachricht aber nur periphär – wenngleich das oben angezeigte Zitat aus dieser Meldung stammt – sondern berichtet mehr über eine neue Technik der Geruchsvermeidung. Die Meldung selbst ist leer und sinnlos (und falsch, denn das besagte Verfahren bringt nichts und man riecht das Zeug nach wie vor extrem, doch das nur so als Hintergrund-Info), aber der Kutscher in dem Interview ist einfach ein herzensguter Bursche, der die Pferde über alles liebt und versteht. Vorneweg: Alle Videos, die ich heute hier verlinke, gehen 2-3 Minuten, also keine Sorge – auch zwischendurch schnell ansehbar. Aber ich spanne euch zu sehr auf die Folter – ergötzt euch einfach an den Top-Meldungen der Salzburger Nachrichten, Teil 2.

Ein letztes Video habe ich noch für euch, wenngleich es immerhin „nur“ auf Platz 5 der wichtigsten Meldungen des Tages stand – Ernst lockt Yvonne. Das wurde allerdings glaube ich sogar über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt und zog tatsächlich ein größeres Medienecho nach sich – doch trotzdem, diese Meldung ist dermaßen abstrus und irrelevant, dass ich sie einfach mal erwähnen muss. Für unsere Nachfahren. Zu deren Zeit diese Videos längst nicht mehr verfügbar sein werden. Also dann – ohne großes Gelaber, seht es euch einfach an: Ernst ist ständig nur am Fressen.

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So viel erst mal dazu – ich werde wohl hoffentlich in nächster Zeit wieder mehr schreiben — ich hatte nur in den letzten Wochen einiges am Hals, hatte die Abende kaum Zeit ( :D ) — daher wenig Kram in letzter Zeit. Dafür ist es kostenlos. Und schmeckt nach Erdbeeren.

 

Ladies and Gentlemen –

– viel Spaß noch im Leben.

– – Carstiboy