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Jun 16

4.: Aussichten

Posted on Mittwoch, Juni 16, 2010 in Newsletter

Wenn das die katholische Kirche mal früher gewusst hätte...

„Kosmotheores, Kosmopolit und Kosmotheit“ steht bereits an der Tafel, „emendatorische“ schreibt der Herr Professor gerade an. Mittwoch morgen, ich sitze in der Uni und höre gespannt zu. Und tippe nebenbei. Man hat ja sonst nichts zu tun… Hier jedenfalls lest ihr den letzten Teil der Uni-Letter, danach kann es endlich normal weitergehen – vermutlich mit einem Best-Of der alten Letter, um auch den neuen Lesern einen Überblick über die Abgründe menschlichen Schaffens aufzuklären.

Der Autor dieser Zeilen zum Zeitpunkt der Entstehung.

Der Autor dieser Zeilen zum Zeitpunkt der Entstehung.

Da soeben „Besonnenheit“ an die Tafel gekreidet wurde, wollen wir uns mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen. Was haben wir denn da… Bald Prüfungen, Essays schreiben, Sonne, Hitze, überall lachende Gesichter…. Irgendwie ist zur Zeit alles blöd.  Schade. Die Idee, unter der Woche mal schnell ins Phantasialand zu fahren im Keim erstickt, eine Shopping-Tour mit unzählbaren Massen an Klamotten knapp überlebt, zum ersten Mal einen Cocktail gekauft (aber nicht getrunken) und spaßeshalber festgestellt, wie ekelhaft Baldrian schmeckt — die letzten beiden Wochen waren nicht so wirklich berauschend. Ach ja, und Alex’s Geburtstag… eigentlich wollte ich als Geschenk einen Krampfanfall bekommen, damit er was zu retten hat, allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt gerade zwei 0.5er Cola-Pappbecher in der Hand und wollte ihm nicht sein Auto versauen. Noch ein Fehlschlag… Doch wie heißt es so schön? Positiv denken. Positiv… positiv… da war doch… ach ja: Zum Thema „Positiv“ wollte ich mal auf den Vorlesungsraum Ha-römisch-vier hinweisen, der einen ganz neuen Glanz bekommt, wenn man an „positiv“ denkt…

Gerade jetzt zur WM in Afrika ein echter Brüller. Apropos Witze über Afrika: Wisst ihr, wie man dort Kindersklaven nennt? „Das kleine schwarze“! *prust*  –Ach, sowas ist gemein und fies? Von wegen! Wirklich gemein und fies sind diese Vuvuzelas! So sehr sogar, dass /b/ zur Zeit eine Hintergrundmusik hat… Geht mal rein und schaut nach ;) [P.S.: Da hier inzwischen auch Kinder mitlesen, gebe ich hier im Blog keinen Link zu /b/ — denn sowas muss ja jetzt echt nicht sein…]

„Sobald wir uns auf das Lernen einlassen, haben wir zugegeben, dass wir das Denken noch nicht vollends beherrschen“, sagte Ballauf einmal. Er, ein Vertreter der skeptischen Didaktik, wurde eben von meinem Prof zitiert, nichts weiter. Aber ein Wenig sollte ich vielleicht schon zuhören… Dabei fällt mir übrigens ein lustiges Spielchen ein: Habt ihr einen Stift, dessen Schaft spiegelt? Wenn ja: Steckt ihn in ein Loch eines Blockes und versucht, einen Smiley (oder sonstwas) so auf das Papier zu zeichnen, dass er im Stift richtig gespiegelt wird. Gar nicht so einfach!

Ich mache mich also dann mal langsam an die Arbeit, alle Letter aus den inzwischen 233 Stück durchzugehen und auf Aktualität und Brauchbarkeit zu prüfen. Seid Januar 2007 schicke ich diesen Blödsinn rum… Schon krass irgendwie. Ich müsste übrigens auch mal zählen, wie oft ich Varianten von „irgendw~“ benutzt habe — zu meinem eigenen Missfallen triefen meine Texte nur so davon…. Also dann: Wir haben Pause in der Vorlesung, ich muss also Schluss machen – kann mich ja nicht die ganze Zeit nur auf den Letter konzentrieren. Bleibt mir nur zu tippen – Mensch, wie überraschend –

Viel Spaß noch im Leben!